FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Grand Crus zu Überpreisen :
Klasse, ­Renommee – und ­überzogene Preise

Von
Stephan Reinhardt
Lesezeit:
Rieslinganbau: Schlumberger WeinbergeSchlumberger

Manche Grands Crus werden zu einem Preis angeboten, der weder von der Historie noch der Nachfrage bestimmt wird, sondern vom Erzeuger. Die Kolumne Reiner Wein.

Aus Guebwiller im Elsass war Séverine Schlumberger in den deutschen Norden gereist, um einen noch nicht im Verkauf befindlichen Riesling der Domaine Schlumberger vorzustellen: den Clos Saint Léger Grand Cru Monopole. Doch Moment: Einen Alsace Grand Cru diesen Namens gibt es gar nicht. Und auch Monopollagen sind im Elsass vom Grand-Cru-Status ausgeschlossen. In der Tat stammt der neue Wein aus dem Grand Cru Kitterlé, weist darauf aber nur auf dem Rückenetikett hin. Und die Bezeichnung „Monopol“ bezieht sich nur auf jene familieneigene Parzelle im Kitterlé, welche die Schlumberger-Familie vor einigen Jahren für die Erzeugung eines besonderen Rieslings auserkoren hatte. Da sie keinen historischen Namen hatte, benannte man das Stück nach der Kirche in Guebwiller, installierte darin eine weithin sichtbare Skulptur und wird den 2017er Premieren-Jahrgang erst im Frühjahr nächsten Jahres vermarkten. Der Preis soll zwischen 230 und 260 Euro pro Flasche liegen.

FAZ+

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

  • Mit einem Klick online kündbar

Das Beste von FAZ+

Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Pädagogische Leitung (m/w/d)
Besondere Kinder e. V.
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
OP-Pflegekraft/ OTA (m/w/d)
Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt