FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Fördern statt erzwingen :
Warum ein soziales Pflichtjahr keine gute Idee ist

Julia Anton
Ein Kommentar von
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Eine junge Frau im Freiwilligen sozialen Jahr begleitet eine Krankenschwester in einer Klinik in Frankfurt am Main.
Eine junge Frau im Freiwilligen sozialen Jahr begleitet eine Krankenschwester in einer Klinik in Frankfurt am Main.picture-alliance/ dpa

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist ein hohes Gut – aber er lässt sich nicht durch ein soziales Pflichtjahr verordnen. Engagement kann auf andere Weise gefördert werden. Auch mit Geld.

Wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt ist, haben die Krisen in den vergangenen Jahren immer wieder verdeutlicht. Wie lässt sich dieser Zusammenhalt stärken? Allenthalben wird deshalb ein soziales Dienstjahr gefordert – bereits mehrfach etwa von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Zustimmung in der Gesellschaft ist groß. Zwei Drittel der Deutschen sprachen sich kürzlich in einer Umfrage dafür aus, dass junge Menschen sich nach dem Schulabschluss ein Jahr lang für andere engagieren sollten. Die Jungen sollen raus aus ihrer ­Blase kommen, andere Perspektiven kennenlernen und Verständnis für ihre Mitmenschen entwickeln.

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