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Jolie vs. Pitt : Was steckt hinter dem Rosenkrieg?

  • -Aktualisiert am

Nicht ohne ihre Kinder: Angelina Jolie 2021 auf dem roten Teppich mit Zahara, Shilo, Vivienne, Maddox Bild: dpa

Auch sechs Jahre nach der Trennung halten die Spannungen zwischen Angelina Jolie und Brad Pitt an. Vor allem Jolie geht ihren Ex-Mann immer wieder an. Nun hat sie neue Vorwürfe über Handgreiflichkeiten erhoben.

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          Als Angelina Jolie vor sechs Jahren abrupt die Scheidung von Brad Pitt einreichte, wurde viel über die Gründe spekuliert. Die Filmstars hatten lange als Hollywoods Vorzeigepaar gegolten. Ob bei Auftritten auf dem roten Teppich, Preisverleihungen oder Paparazzi-Fotos mit den sechs Kindern – Brangelina, wie die beiden bei den Fans und in Klatschblättern hießen, machten nicht nur eine schöne Figur, sondern zeigten sich auch als Muster ehelicher Harmonie. Im September 2016 war damit Schluss. Nach einem nicht näher beschriebenen „Vorfall“ an Bord eines Privatjets auf dem Weg von Südfrankreich nach Los Angeles reichte Jolie die Scheidung ein. In einer Villa in Malibu soll sie damals sie mit Hollywoods bissigster Scheidungsanwältin Laura Wasser eine Art Einsatzzentrale, den „War Room“, eingerichtet haben – für den Kampf um Geld, Kinder und Ruf.

          In den folgenden Wochen verbreiteten sich Gerüchte über Pitts Alkoholkonsum an Bord, Handgreiflichkeiten und Er­mittlungen des Jugendamtes. Manche bezogen dabei auch Stellung, wie Melissa Etheridge. „Es bricht mir das Herz, dass jemand etwas so Persönliches wie Ehe, Beziehung und das Recht an den eigenen Kindern gezielt einsetzt“, schoss die Sängerin, vor der Ära Brangelina eine Freundin Pitts, in einem Interview gegen Jolie. Einige Tage später erreichte Etheridge ein Anruf von Judy Smith. Die Juristin, ehemalige Pressesprecherin des amerikanischen Präsidenten George H. W. Bush und Jolies Krisenmanagerin, warnte sie, sich nicht weiter öffentlich zum Rosenkrieg der Schauspieler zu äußern. Etheridge revanchierte sich mit einem neuen Titel, dem „Fixer Blues“. „Meine Meinung gehört mir. Dafür hast du, Fixer, hoffentlich Verständnis“, sang die Grammy-Preisträgerin.

          Eine anonyme Anzeige

          Sechs Jahre später ist es um Jolie eher einsam geworden. Smith, als Ausputzerin in Hollywood und Washington gut im Geschäft, soll sich längst von der Oscar-Preisträgerin losgesagt haben. Auch Wasser hat sich von Jolie getrennt. Wie die kalifornische Scheidungsanwältin der F.A.Z. sagte, habe sie sich nicht mit dem aggressiven Stil der Schauspielerin anfreunden können. Inzwischen steuert Jolie die Schlammschlacht gegen Pitt selbst. Vor einigen Wochen erreichten verschiedene amerikanische Medien Auszüge der Protokolle, welche die amerikanische Bundespolizei (FBI) vor sechs Jahren nach dem „Zwischenfall“ an Bord des Privatjets aufgenommen hatte.

          Jolie gab damals an, Pitt habe sie im Flieger an Kopf sowie Schultern gepackt und geschüttelt. Bei den Handgreiflichkeiten soll der Achtundfünfzigjährige seiner damaligen Ehefrau vorgeworfen haben, „diese verdammte Familie“ zu zerstören. Anschließend übergoss Pitt die Schauspielerin angeblich mit Bier, als sie versuchte, die weinenden Kinder zu beruhigen. Nach Ermittlungen hatte das FBI damals auf Pitts Festnahme verzichtet. Die Bundesstaatsanwaltschaft sah von einer Anklage gegen ihn ab. Damit will Jolie sich offenbar nicht zufriedengeben. Wie die Website Puck jetzt herausfand, erstattete sie im April die anonyme Anzeige, welche die Offenlegung aller Ermittlungsakten des FBI zur Causa Pitt verlangte. „Beiden Parteien lagen die Dokumente seit fast sechs Jahren vor. Dieser Schritt hat nur einen Grund: Er ist ein Publicity-Stunt mit der Absicht, jemandem Schmerz zuzufügen“, verwies ein Vertrauter des Schauspielers in der Zeitschrift „Entertainment Weekly“ auf einen Racheakt.

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