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Film über Diktatorenwitwe : „Anfangs wusste ich nicht, dass sie lügt“

Zurückgekehrt: Allen Korruptionsvorwürfen zum Trotz lebt Diktatorenwitwe Imelda Marcos wieder auf den Philippinen. Bild: AP

Dokumentarfilmerin Lauren Greenfield hat 20 Jahre lang Superreiche beobachtet, zuletzt die philippinische Diktatorenwitwe Imelda Marcos. Ein Interview über 3000 Paar Schuhe, Nächte im Zelt – und die Macht, Geschichte umzuschreiben.

          3 Min.

          Frau Greenfield, Sie haben als Filmemacherin und Fotografin mehr als 20 Jahre lang für Ihr Projekt „Generation Wealth“ Superreiche beobachtet. Für Ihren neuen Film „The Kingmaker“ haben Sie immer wieder die philippinische Diktatorenwitwe Imelda Marcos getroffen. Was hat Sie an ihr interessiert?

          Maria Wiesner
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Mit ihren 3000 Paar Schuhen ist sie ja auch eine Ikone des Reichtums und Exzesses. Ich war in heller Aufregung, als ich herausfand, dass sie noch lebt und dass ich sie sogar treffen kann. Richtig gefangen genommen hat sie mich aber, als ich von der Safari-Insel mit afrikanischen Tieren hörte, die sie 1976 anlegen ließ. Davon wusste ich bis dahin überhaupt nichts. Auch dass sie nach ihrem Exil in den neunziger Jahren auf die Philippinen zurückgekehrt ist und dort als Kongressabgeordnete wiedergewählt wurde, nachdem man sie ursprünglich wegen Korruption aus dem Land gejagt hatte, war für mich neu. Also dachte ich mir: Andere Leute wissen darüber wahrscheinlich auch nichts. Und als ich sie traf, musste ich feststellen, dass ihre Persönlichkeit sehr einnehmend ist.

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