Mord-Prozess : Raffaele Sollecito bestreitet Schuld im Fall Kercher

Der Ex-Freund von Amanda Knox hat vor dem Berufungsgericht eine freiwillige Erklärung abgegeben. Er beteuerte seine Unschuld und bat die Richter, ihm die Möglichkeit zu geben, „wieder ein Leben zu haben“.
Der italienische Student Raffaele Sollecito, der im neu aufgerollten Prozess um den Mord an der Britin Meredith Kercher angeklagt ist, hat am Mittwoch vor dem Berufungsgericht in Florenz seine Unschuld beteuert. „Sie haben mich als kalten und erbarmungslosen Mörder hingestellt, ich bin aber nichts von alledem. Ich will zeigen, wie absurd die Anschuldigungen sind“, sagte der frühere Freund der mitangeklagten Amerikanerin Amanda Knox, die allerdings nicht aus ihrer amerikanischen Heimat zum Prozess gekommen war. Den Tränen nahe und mit stockender Stimme beschwor der Neunundzwanzigjährige das Gericht: „Ich bitte sie demütig, auf die Realität dieser Geschichte zu schauen und den großen Fehler zu sehen, der gemacht wurde, um mir die Möglichkeit zu geben, wieder ein Leben zu haben.“





