
Missouri : Mann wegen Mordes an neunjährigem Mädchen hingerichtet

Der Gouverneur des amerikanischen Bundesstaates lehnte ein Gnadengesuch von Christopher Collings ab. Seine Anwälte hatten Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Hauptzeugen geäußert. Außerdem soll es einen nicht verurteilten Mittäter geben.
Im US-Bundesstaat Missouri ist ein wegen Vergewaltigung und Mordes einer Neunjährigen zu Tode verurteilter Mann hingerichtet worden. Der 49-jährige Christopher Collings sei am Dienstag um 18.10 Uhr (Ortszeit, 01.10 Uhr MEZ) im Gefängnis in Bonne Terre für tot erklärt worden, teilte die Strafvollzugsbehörde von Missouri mit.
Der Gouverneur des Bundesstaates, Mike Parson, hatte am Montag ein Gnadengesuch von Collings abgelehnt. Auch ein von Collings Anwälten beantragter Aufschub der Hinrichtung in letzter Minute war vom Obersten Gerichtshof abgewiesen worden.
Der 49-Jährige war wegen des Mordes im November 2007 an Rowan Ford, der Stieftochter eines Freundes, im Ort Stella verurteilt worden. Ihre Leiche war in einem Erdloch abgelegt und mehrere Tage später gefunden worden.
Collings Anwälte hatten argumentiert, dass der Polizeichef, der das Geständnis ihres Mandanten erlangt und der Hauptzeuge für den Prozess war, nicht glaubwürdig sei. Zudem habe der Stiefvater des Mädchens, David Spears, gestanden, an ihrem Tod beteiligt gewesen zu sein – sei aber nicht wegen Mordes angeklagt worden.
In diesem Jahr sind bereits 23 Todesurteile in den USA vollstreckt worden, vier davon in Missouri. Die Todesstrafe ist in 23 von 50 US-Bundesstaaten abgeschafft. In sechs weiteren Staaten (Arizona, Kalifornien, Ohio, Oregon, Pennsylvania und Tennessee) gelten Moratorien.





