https://www.faz.net/-gum-ab2li

Schweinfurt : Angeklagter gesteht: Mädchen auf Parkplatz Männern zum Sex angeboten

  • Aktualisiert am

Der Angeklagte vor Gericht in Schweinfurt Bild: dpa

Weil er ein zu Beginn der Taten neunjähriges Mädchen über zwei Jahre hinweg immer wieder vergewaltigt und es Lastfahrern zum Sex angeboten haben soll, steht ein Mann in Schweinfurt vor Gericht. Er hat nun gestanden.

          1 Min.

          Zwangsprostitution eines Mädchens auf Autobahnparkplätzen, schwerer sexueller Kindesmissbrauch, Herstellen von kinderpornografischen Schriften: Ein wegen Dutzender Übergriffe auf eine Neun- bis Elfjährige angeklagter Mann hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft weitgehend zugegeben, wie der Verteidiger des 49-Jährigen am Montag am Landgericht Schweinfurt sagte.

          Weil die Jugendschutzkammer die Öffentlichkeit für die Aussage des Mannes ausgeschlossen hatte, wurden Details des Geständnisses nicht bekannt. Der Verteidiger sagte, sein Mandant habe nicht mit dem Kind Geld verdienen wollen – anders als in der Anklage formuliert. Der Angeklagte ist bisher nicht wegen derartiger Vergehen vorbestraft.

          Oberstaatsanwalt Gabriel Seuffert schilderte zu Prozessbeginn rund eine Stunde lang die mutmaßlichen Übergriffe des 49-Jährigen auf das Kind seiner Lebensgefährtin. Oftmals fotografierte und filmte der Mann den Missbrauch demnach in einer Wohnung im Raum Bad Kissingen, aber auch bei Radausflügen in der Umgebung.

          Die 39 Jahre alte Mutter des Mädchens soll bei etlichen Taten zwischen Sommer 2018 und Sommer 2020 dabei gewesen sein und diese toleriert haben. Der Angeklagte soll die Frau unter anderem durch Trennungsandrohung gefügig gemacht haben. Sie muss sich in einem gesonderten Verfahren wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen verantworten.

          Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte das Kind auch anderen Männern zum Sex angeboten haben, um sich zu erregen und Geld zu verdienen. „Hierzu fuhr er das Mädchen zu verschiedenen Autobahnparkplätzen“, sagte Oberstaatsanwalt Seuffert. Viele Lastwagenfahrer hätten das Angebot abgelehnt, mindestens einer soll es allerdings angenommen und sich an dem Mädchen vergangen haben. Fünf Euro und eine Packung Zigaretten soll der Unbekannte dem Kind dafür gegeben haben. Der Mann ist bisher nicht gefunden.

          Ein weiterer Verdächtiger soll mit einem Zettel auf einer Autobahntoilette nach schnellem Sex gesucht haben. Der 49-Jährige Angeklagte fand den Zettel und veranlasste die Minderjährige laut Anklage, sich mit dem Mann zu treffen. Dieser soll sich in mindestens zwei Fällen an der Schülerin vergangen haben. Der 50 Jahre alte Verfasser des Zettels steht von Ende Mai an wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht.

          Die Machenschaften des 49 Jahre alten Angeklagten waren aufgeflogen, weil sich ein Lastwagenfahrer an die Polizei gewandt hatte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gegenstand verschiedener neuer Bücher: der frühere amerikanische Präsident Donald Trump

          Neue Bücher über Trump : Hitler-Vergleiche und Wutausbrüche

          Mehrere Journalisten veröffentlichen neue Bücher über Donald Trump. Der gab dafür Interviews und nutzte sie vor allem, um wieder Lügen über eine „gestohlene Wahl“ 2020 zu verbreiten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.