Stierkampf :
Beim unblutigen Stierkampf ist nicht klar, wer wen jagt

Von
Lisa Spang, Max-Planck-Gymnasium
,
Trier
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Wenn es zu kritischen Situationen kommt, grölt und jubelt in Nîmes die Arena. Nur die Touristen schweigen erschrocken, für sie ist das Nervenkitzel pur.

Hinter der roten Barriere stehen 24 Männer in eng sitzender, weißer Kleidung und warten gespannt darauf, jene endlich überqueren zu dürfen. „Jazz“ läuft in die antike Arena von Nîmes ein und dreht die erste Runde über den Platz. Die Startmusik ertönt. Das ist das Zeichen. Die Männer springen über die Barriere hinüber zu dem pechschwarzen Stier auf den sandigen Platz. „Die sind doch verrückt!“, ruft ein deutscher Schüler aus einer Reisegruppe, denn jetzt hat der Stier freie Bahn auf die Männer, die keinerlei Schutzkleidung tragen. Dem Stier wurden zuvor eine Kokarde und eine weiße Quaste mit Fäden an die Hörner gebunden. Die Aufgabe der Männer, der sogenannten Razeteurs, ist es, mit Hilfe eines Kamms die Kokarde und Fäden von den Hörnern des Stiers zu entfernen. Gewonnen hat der Razeteur, der die meisten Fäden erobert hat.

FAZ

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