Größte Feldschlacht Mecklenburgs : Die Marketenderin macht’s just for fun

Beim Nordischen Krieg auf einem Acker im mecklenburgischen Wakenstädt gibt es Kaffee und Kuchen. Die Krieger kommen in Shuttlebussen.
Birgitta Backman, die wie Brechts Mutter Courage aus Finnland kommt, blickt über den mecklenburgischen Stoppelacker, auf dem eine Schlacht tobt. Kanonenschläge lassen die Luft erzittern, Mörserschüsse blasen runde Paffwölkchen in die Luft, unter Trommelwirbel macht sich die russische Infanterie zum Vorrücken bereit. Birgitta und ihre acht Mitstreiterinnen tragen eine Tracht, wie sie die Soldatenfrauen und Marketenderinnen getragen haben mögen, rote oder braune Miederkleider mit weißen Schürzen, das Haar mit leinengrauen Hauben bedeckt. Sie blicken hinunter zu einem Häuflein Männer in weißen Hemden, die jetzt Pulver in ihre unhandlichen Steinschlossgewehre stopfen, um die Russen in Empfang zu nehmen. Die Landsknechte vom königlich schwedischen „Österbottens Regemente“ haben zunächst einen schweren Stand, ehe sie die dunkelgrün gewandeten Feinde zurückdrängen können und endlich deren Truppenfahne erobern.





