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Viele Schadensfälle : Deutsche Versicherer schreiben mit Manager-Haftpflicht Verluste

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Im Mittelpunkt des VW-Dieselskandals: der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn und der frühere Audi-Chef Rupert Stadler. Bild: Picture Alliance

Die Haftungsrisiken der Manager wie zum Beispiel im VW-Dieselskandal steigen. Für die Versicherer wird der Schutz zum Minusgeschäft.

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          Die deutsche Versicherungswirtschaft schreibt mit Manager-Haftpflichtpolicen tiefrote Zahlen. Nach einer Statistik des Branchenverbandes GDV lag die Schadenquote nach Abwicklung im vergangenen Jahr bei 110 Prozent. Der Schadenaufwand überstieg also die Beitragseinnahmen um zehn Prozent - die internen Kosten sind darin noch nicht eingerechnet. Die Beiträge steigen zwar seit Jahren, halten aber nicht mit dem Wachstum der Schadenfälle Schritt, etwa infolge des Dieselskandals bei Volkswagen.

          „Unter dem Strich stehen erhebliche Verluste, die sich aus den immer größeren Haftungsrisiken für Manager ergeben“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Der Autobauer Volkswagen hatte sich mit einem Konsortium von D&O-Versicherern (D&O steht für Directors & Officers) in diesem Jahr auf einen Vergleich geeinigt, wonach diese 270 Millionen Euro für das Fehlverhalten des ehemaligen VW-Managements um Martin Winterkorn zahlen.

          Beitragsvolumen von 560 Millionen Euro

          Der GDV schätzt die Beitragseinnahmen seiner Mitglieder aus der Manager-Haftpflicht auf knapp 400 Millionen Euro pro Jahr, einschließlich ausländischer Anbieter liegt das Beitragsvolumen bei etwa 560 Millionen Euro. Mit D&O-Policen sichern Unternehmen ihre Manager gegen Haftungsansprüche ab. Zu den größten Anbietern gehören die Allianz, Talanx (HDI-Gerling), die R+V Versicherung und die US-amerikanische AIG.

          Asmussen verwies darauf, dass etwa Insolvenzverwalter nach Unternehmenspleiten immer häufiger millionenschwere Forderungen gegen die Geschäftsführer stellen. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hatte entschieden, dass die Manager-Haftflicht (D&O-Versicherung) zunächst auch für die Anwaltskosten des ehemaligen Wirecard-Chefs Markus Braun aufkommen muss. Auch bei gesunden Unternehmen stiegen die Anforderungen an die Manager immer weiter, künftig etwa durch das Lieferkettengesetz und ein internes Hinweisgeber-System, sagte Asmussen.

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