RWE : Enkraft lässt beim Kohleausstieg nicht locker

Der Energiekonzern RWE muss sich mit einem aufmüpfigen Aktionär herumschlagen. Enkrafts Forderung: RWE soll schneller die Braunkohle losschlagen.
Wir haben überhaupt keinen konkreten Zeithorizont“, sagt Enkraft-Capital-Geschäftsführer Benedikt Kormaier im Gespräch mit der F.A.Z. Spätestens mit dieser Ansage dürfte RWE klar sein, dass die Diskussion um ihre Braunkohleaktivitäten so schnell nicht endet. Kormaier und sein Berater, der ehemalige Goldman-Sachs-Banker Thomas Schweppe, haben sich einer Mission verschrieben: RWE soll schneller als bisher geplant die Braunkohleaktivitäten abspalten. Dafür hat Schweppe auch einen Grund: „Der Konzern ist an der Börse massiv unterbewertet.“ Das will das Duo ändern und hat dazu an den Vorstand einen Brief adressiert. Die Forderung: Macht schneller! RWE entgegnet, dass der Ausstieg längst beschlossene Sache sei, man einen solchen Schritt aber nicht beliebig schnell vorziehen kann. Das sehen Kormaier und Schweppe anders. „RWE wird im Vergleich zu ihrer Peergroup, also zu ähnlichen Energieunternehmen, sehr viel schlechter dastehen. Zeit ist ein entscheidender Faktor. Es liegt an RWE, jetzt Strukturvorschläge zu machen“, sagt Kormaier.





