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Computerspiele-Aktien : Glück im Spiel, Glück an der Börse

Das Finale der Overwatch Liga im Juli 2018 in New York Bild: AP

Computerspiele erobern die Welt. Analysten prophezeien dem Markt Großes. Denn die Aktien der Hersteller versprechen hohe Gewinne – nicht nur für Zocker.

          5 Min.

          Man muss kein Zocker sein, um sich für E-Sport zu interessieren. Weder als Fan noch als Anleger. Denn der elektronische Sport ist der neue Mega-Trend der milliardenschweren Computerspiel-Branche. Inzwischen weiß die Hälfte aller Deutschen, was es damit auf sich hat. Für die andere Hälfte sei dies kurz erklärt: E-Sport ist das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- oder Videospielen, einzeln oder in einer Mannschaft. Dabei erfordert das Spielen der Computerspiele nicht nur Spielverständnis und Übersicht, sondern auch physische Fertigkeiten wie Reaktionsschnelligkeit und eine gute Hand-Augen-Koordination. Die Branche nimmt sich sehr ernst, desgleichen Anlagestrategen.

          Inge Kloepfer

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Eine wachsende Zahl von Menschen auf der Welt verbringt immer mehr Zeit in den virtuellen Parallelwelten der digitalen Spiele. „In den Vereinigten Staaten hat das Smartphone mit dem Fernsehen gleichgezogen“, sagt Marco Herrmann, Geschäftsführer der Fiduka-Depotverwaltung in München. Aus Anlegersicht müsse man sich fragen, womit die Menschen Zeit verbringen und wohin sich die Werbekundschaft wendet. „Mercedes zum Beispiel wirbt für seine kleineren Autos inzwischen sehr viel auf Gaming-Plattformen.“ E-Sport ist ein Segment des Gaming-Marktes, das sehr hohe Wachstumsraten aufweist. Dabei wird nicht nur das Spielen, sondern auch das Zuschauen für immer mehr Jugendliche und Erwachsene zum Faszinosum.

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