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Bilanzskandal : Das passiert nun nach dem Wirecard-Insolvenzantrag

Was wird nun aus Wirecard? Bild: dpa

Große Unternehmen wie Aldi lassen zumindest einen Teil ihrer Zahlungen über den Zahlungsabwickler Wirecard laufen. Der hat nun Insolvenz angemeldet. Wie problematisch ist das?

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          Nun ist es also passiert: Der Zahlungsabwickler Wirecard hat einen Insolvenzantrag gestellt. Was droht den Kunden jetzt? Eigentlich wird Wirecard dafür bezahlt, Geld schnell und zuverlässig vom Kunden zum Händler zu transferieren.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Laut dem gerade zurück getretenen ehemaligen Wirecard-Vorstandsvorsitzenden Markus Braun betragen die Gebühren, die das Unternehmen für einen Bezahlvorgang einstreicht, derzeit im Durchschnitt 1,4 bis 1,7 Prozent. Das heißt: Bezahlt der Kunde also 100 Euro, gehen davon 1,40 Euro bis 1,70 Euro an Wirecard.

          Wenn das Unternehmen nun einen Insolvenzantrag stellt, ist das Thema „zuverlässig“ sehr stark in Frage gestellt. Vorerst werden die Geschäfte bei einem Insolvenzverfahren zwar normal weitergeführt. Aber wie lange das noch der Fall ist, ist zumindest fraglich.

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