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Folge des Bilanzskandals : Wirecard stellt Insolvenzantrag

Was wird nun aus Wirecard? Bild: dpa

Wirecard steht vor der Pleite. Nach dem milliardenschweren Bilanzskandal stellte der Zahlungsdienstleister beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

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          Dem in einen Bilanzskandal verwickelten deutschen Zahlungsabwickler Wirecard droht die Pleite. Am Donnerstag teilte der Dax-Konzern in einer Adhoc-Meldung mit, dass der Vorstand entschieden habe, beim zuständigen Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung zu stellen.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Es werde geprüft, ob auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard-Gruppe gestellt werden müssten, hieß es. Seit einigen Tagen verhandelte der neue Interimschef James Freis mit 15 Gläubigerbanken über die Verlängerung von Krediten über 1,85 Milliarden Euro.

          „Wir prüfen alle in Betracht kommenden Straftaten“

          Nachdem Wirecard am 19. Juni keine testierte Bilanz vorlegen konnte, hatten die Banken das Recht, die Kredite zu kündigen. Parallel zu den Verhandlungen zeichnete sich ab, dass einige Kunden nervös wurden und die Dienste des Münchner Zahlungsabwicklers nicht mehr in Anspruch nehmen wollten.

          WIRECARD

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          Die Deutsche Börse setzte den Handel mit der Wirecard-Aktie am Donnerstag vorerst aus. Infolge des Bilanzskandals fiel der Kurs drastisch.

          Wirecard steht auch im Fokus der Strafverfolgungsbehörden. „Wir prüfen alle in Betracht kommenden Straftaten“, hatte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Montag gesagt.

          Bei der Behörde läuft schon ein Ermittlungsverfahren gegen den Ende voriger Woche zurückgetretenen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Braun und drei weitere Manager der Wirecard-Spitze wegen des Verdachts der Falschinformation von Anlegern in zwei Börsen-Pflichtmitteilungen.

          Im Zentrum des Bilanzskandals stehen der ehemalige
          Wirecard-Finanzchef in Südostasien und ein Treuhänder, der bis Ende 2019 für Wirecard aktiv war und das – wie sich nun herausgestellt hat – in großen Teilen wahrscheinlich gar nicht existente Geschäft mit den Drittpartnern betreute.

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