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Marktbericht : SAP-Aktienkurs legt mehr als 4 Prozent zu

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Der SAP-Vorstand freut sich. Bild: dpa

Die ersten Tage des neuen Jahres waren trübe am Aktienmarkt. Nun herrscht wieder Kauflaune, angetrieben von guten Nachrichten großer Konzerne. Der Ölpreis bricht schon wieder ein.

          Nach der Berg- und Talfahrt der vergangenen Woche ist der deutsche Aktienmarkt wieder etwas im Aufwind. Dabei rückt nun die beginnende Berichtssaison in den Vordergrund. Der Dax legt 1,4 Prozent auf 9780 Punkte zu. Der mit 100 Werten den Markt deutlich breiter abbildende F.A.Z.-Index gewinnt 1,5 Prozent auf 2024 Punkte.

          Besonders stark gewannen Anteile am Softwarekonzern SAP hinzu - der Aktienkurs stieg um 4,5 Prozent. Das Unternehmen baute den Vertrieb von Programmen zur Miete über das Internet rasant aus. „Die starke Entwicklung im wichtigen Cloud-Geschäft hat die Erwartungen übertroffen, das treibt den SAP-Kurs“, sagte ein Aktienhändler. Dass
          angesichts dieser Umstellung des Geschäftsmodells der Verkauf von Lizenzen zurückgehe, sei keine Überraschung. Die Walldorfer hatten deshalb nach dem dritten Quartal ihre Ergebnisprognose um 200 Millionen Euro auf eine Spanne von 5,6 bis 5,8 Milliarden Euro gesenkt.

          Dramatisch entwickelte sich ein weiteres Mal der Ölpreis. In der Spitze rutsche er um beinahe 6 Prozent ab; ein Fass der Nordseesorte Brent kostete wenige als 48 Dollar - am Abend grenzte sich der Preisverfall auf mehr als 4 Prozent ein. Noch im Sommer war Öl doppelt so teuer wie derzeit.

          An den Anleihemärkten verlief der Handel eher ruhig. Deutsche Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentieren mit 0,4 Prozent etwas niedriger als am Ende der vergangenen Woche. Etwas mehr Bewegung gab es bei entsprechen griechischen Titeln, deren Rendite im immerhin gut 60 Basispunkt fiel auf weniger als 10 Prozent, an der Athener Börse stiegen auch die Aktienkurs um rund 4 Prozent.

          In der vergangenen Woche waren die Märkte hin- und hergerissen: Einerseits gab es Sorgen wegen des anhaltenden Ölpreis-Verfalls und eines möglichen Austritts Griechenlands aus der Eurozone. Andererseits spekulierten die Anleger weiter auf neue geldpolitische Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese beiden Themen dürften auch in den kommenden Tagen immer wieder die Märkte maßgeblich beschäftigen.

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