Berlinale : Das Restrisiko

Am Donnerstag soll die 72. Berlinale eröffnet werden. Mit Masken, 2 G plus Test, halb ausgelasteten Kinosälen – und 250 Filmen. Für das Festival geht es um die Existenz.
Erinnert sich die eine oder der andere noch an die letzte Berlinale, die im realen Leben stattfand? An ein Festival im Februar 2020, das im Schatten des Terrorakts von Hanau begonnen hatte und im Zeichen einer drohenden Pandemie zehn Tage später zu Ende gegangen war? Das Wetter grau wie eh und je, die Stimmung etwas gedrückt, aber es war belebt, Menschen umlagerten den roten Teppich, vor den Kinos in der ganzen Stadt Besucherschlangen, Käufer und Verkäufer trafen sich auf dem Filmmarkt im Gropius Bau. Keine Idylle, trotzdem fast ein Anlass zur Nostalgie. Viele Filme aus dem Programm haben es jedoch nie bis ins Kino geschafft, weil die Säle geschlossen werden mussten und sich schon nach dem ersten Lockdown die ungezeigten Filme stauten. Wer sich für sie interessierte, hat sie vermutlich gestreamt, irgendwo, ohne Fest, ohne Publikum.





