Serie über deutsche Einheit : Aufbruch in ein neues Land

Was von schmutzigen Geschäften zwischen Ost und West übrig blieb: Die Serie „ZERV“ schildert ein ganz eigenes Kapitel der deutschen Wiedervereinigung und arbeitet mit absurder Komik ein Stück Geschichte auf.
Die Produzentin Gabriela Sperl ist unter den Kreativen des deutschsprachigen Fernsehens eine Ausnahmefigur. Wenn sie ein Thema packt, lässt sie nicht mehr los. Je größer die Geschichte, desto höher ihr Einsatz. Sie recherchiert mit Akribie, setzt sich für ihre Projekte mit Verve ein und macht zögerlichen Programmgestaltern klar, dass es hier um etwas geht. Das war bei ihrer „NSU-Trilogie“ über den rechten Terror so und bei der „Operation Zucker“ und dem Nachfolgefilm „Operation Zucker – Jagdgesellschaft“ nicht anders. Dort ging es um die organisierte Kriminalität des Menschenhandels und widerwärtigsten Kindesmissbrauch. Zuletzt gelang es Gabriela Sperl mit „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“ (Sky) nicht nur, den maßgeblichen Whistleblower vor die Kamera zu bewegen. Sie schilderte den Skandal spannend wie einen Thriller und theatralisch wie ein Stück von Shakespeare.


