Film „The Last Showgirl“ : Ihr Gesicht glitzert in der Wüstensonne

Die alternde Göttin erkennt ihren Lebensweg erst mit den letzten Tanzschritten: Mit „The Last Showgirl“ von Gia Coppola kehrt Pamela Anderson als Charakterdarstellerin ins Kino zurück.
Das amerikanische Showgeschäft interessiert an Frauen mehr als alles andere, ob sie Jugendlichkeit ausstrahlen. Der Film „The Last Showgirl“ beginnt deshalb mit einer Lüge. Sie sei sechsunddreißig Jahre alt, sagt Shelly und blinzelt ins unbarmherzige Scheinwerferlicht. Shelly kennt sich mit der Beleuchtung auf einer Bühne aus; seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet sie als Showgirl in Las Vegas. Sie weiß, dass diese Beleuchtung ihr nicht schmeichelt, und korrigiert ihr Alter also nach oben: „Ich hab gelogen. Ich bin zweiundvierzig, ich bin hier schon so lange, dass ich ewig nicht mehr habe vorsprechen müssen.“


