Rosa von Praunheim wird 80 :
Noch immer gibt es Themen, die ihn rufen

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Das Filmische ist das Persönliche ist das Politische: Rosa von Praunheim
Das Filmische ist das Persönliche ist das Politische: Rosa von PraunheimAmin Akhtar/Laif

Sein Kampf für die Emanzipation der Homosexuellen setzte nicht nur polemisch, sondern auch ästhetisch Zeichen. Jetzt wird Rosa von Praunheim achtzig.

Die Macht der Kunst, das eigene Leben und Denken zu erschüttern, lernte Rosa von Praunheim früh kennen. Am 20. April 1960 notierte er im Alter von 17 Jahren in sein Tagebuch: „Abends um halb neun mit Mutti und Vati im Kino: ‚Anders als Du und ich‘ von Veit Harlan über den §175. Verwirrte mich sehr.“ Damals trug er noch den Namen Holger Mischwitzky und lebte im Frankfurter Stadtteil Praunheim, den er in seinen Künstlernamen integrieren sollte. Der erste Teil der neuen Identität ist ein Bekenntnis zur eigenen sexuellen Orientierung; das Pseudonym „Rosa“ ist in Erinnerung an den „Rosa Winkel“ gewählt, mit dem Homosexuelle im KZ gekennzeichnet wurden. Unter diesem Namen begann er Ende der Sechzigerjahre erste Kurzfilme und Bücher zu veröffentlichen, als der Paragraf 175 Homosexualität noch mit Gefängnisstrafen ahndete (endgültig gestrichen wurde er erst 1994). Praunheim wird später betonen, dass in der Bundesrepublik doppelt so viele Männer wegen Homosexualität verurteilt wurden wie im NS-Staat.

FAZ

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