„Mein Leben, mein Ding“ : Oh, diese wahnsinnige Lebensmitte!

Mitte fünfzig, geschieden und wunderlich: In ihrem neuen Film spielt die großartige französische Schauspielerin Agnès Jaoui eine Eigenbrötlerin, die zugleich eine Frau unter vielen ist. Das ist großes Kino.
Was bleibt von einem Leben, wenn fast alle Details, die es für gewöhnlich ausschmücken, keine große Rolle mehr spielen? Barberie Bichette ist fünfundfünfzig Jahre alt und lebt in Paris. Sie arbeitet in einer Agentur, ist geschieden, hat zwei so gut wie erwachsene Kinder – und mehr ist über die Matrix ihres Lebens auch nicht zu erfahren. Was genau ihre Rolle in der Agentur ist? Nicht so wichtig. Warum sie geschieden wurde? Sei’s drum. Und was ihre Kinder, insbesondere die Tochter, dazu bewogen haben mag, die Mutter mitleidlos zu meiden, wird in dem Film „Mein Leben, mein Ding“ nicht erzählt.


