„Ein ganzes Leben“ im Kino :
Zeitreise vom Mittelalter bis zur Mondlandung

Von
Miguel de la Riva
Lesezeit:
Wenn alle am selben Strang ziehen, schafft man nicht nur die digitale Transformation: Mattl (Thomas Schubert , links) und Egger (Stefan Gorski)
Wenn alle am selben Strang ziehen, schafft man nicht nur die digitale Transformation: Mattl (Thomas Schubert , links) und Egger (Stefan Gorski)Epo Film/Tobis

Der Regisseur Hans Steinbichler hat sich den Bestseller-Roman Robert Seethalers vorgenommen. Die Verfilmung des hinreißenden Lebensschicksals überzeugt, kommt aber nicht ohne Kitsch aus.

Der Fortschritt, heißt es bei Max Weber, hat den Tod zu einer sinnlosen Begebenheit gemacht. Abraham oder „irgendein Bauer der alten Zeit“ hätte „lebensgesättigt“ sterben können. Als organischer Kreislauf hätte ihm das Leben am Ende seiner Tage alles gebracht, was es ihm bieten konnte. In der Moderne dagegen müsse der Tod als Unterbrechung der unabschließbaren Bereicherung des Lebens mit immer neuen Erkenntnissen, Errungenschaften und Annehmlichkeiten erscheinen. Man könne nurmehr „lebensmüde“, nicht aber „lebensgesättigt“ sterben, so Weber.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.