Fernsehfilm „Unterm Radar“ : Den Überwachern reicht ein Verdacht

Eine Frau steht im Visier der Terrorfahnder und wird rund um die Uhr observiert. Zu Recht? Der vielschichtige Film „Unterm Radar“ handelt von einem verheerenden Anschlag und fragt nach den Grenzen der Freiheit.
Das größte Schreckensbild dieses sorgfältig inszenierten Films brennt sich ein: die Ruine eines in die Luft gesprengten Linienbusses mitten auf dem Berliner Gendarmenmarkt. Der Regisseur Elmar Fischer zeigt uns den Anschlagsort zunächst als Nachrichtenbild, ein Stillleben, das vom hyperventilierenden Atmen eines Betrachters begleitet wird. Später werden verschiedene Ansichten der Detonation hinzukommen, allesamt indirekt, wie von diversen Überwachungs- und Handykameras zufällig eingefangen, meist ohne Ton. Das hat Methode, verzichtet bewusst auf jede hochauflösende Kinooptik und wirkt ebendeshalb erschreckend real. Sieben Menschen hat die Bombe eines polizeibekannten Islamisten in den Tod gerissen, darunter ein Kind. Dessen beschädigtes Stofftier sorgt für Aufruhr im Bildgedächtnis.





