Zeichner Adolph von Menzel :
Was für ein Trubel!

Von
Brita Sachs
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Adolph von Menzel, „Kaffeezeit in Kissingen“, 1886, Gouache und Wasserfarben auf Papier, 11,6 mal 18,4 Zentimeter, Preis auf Anfrage
Adolph von Menzel, „Kaffeezeit in Kissingen“, 1886, Gouache und Wasserfarben auf Papier, 11,6 mal 18,4 Zentimeter, Preis auf AnfrageGalerie Le Claire

Die Hamburger Galerie Le Claire zeigt Arbeiten von Adolph von Menzel. In seinen rasch aufs Blatt geworfenen Skizzen wird das 19. Jahrhundert gegenwärtig. Sie sind direkt aus dem Leben gegriffen.

Gern hätte man Adolph von Menzel beim Zeichnen zugesehen: Hohes Tempo muss er vorgelegt haben, wenn er eines seiner Skizzenbücher, die er stets in den Mantel­taschen trug, hervorzog und eine Geste oder eine flüchtige Situation erfasste – wobei am Ende jeder Strich saß. „Alles Zeichnen ist nützlich und Alles zeichnen auch,“ begründete der Künstler seine Af­finität zum Arbeiten auf Papier. Es übt die Hand, schult das Auge und füllt den Erinnerungs- und Entwurfsspeicher. Menzel zeichnete obsessiv; seine Blätter zeigen eine Bravour, wie kaum ein anderer Künstler des 19. Jahrhunderts sie er­reichte.

FAZ

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