Ute Nyssen blickt zurück :
Die unsichtbaren Macher der deutschen Theaterlandschaft

Von
Joseph Hanimann
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In Köln wollte man das Stück kürzen: Hans-Michael Rehberg in der Rolle des Adolf Eichmann in Heiner Kipphardts Schauspiel „Bruder Eichmann“, 1983 bei der Uraufführung im Münchner Residenztheater.
In Köln wollte man das Stück kürzen: Hans-Michael Rehberg in der Rolle des Adolf Eichmann in Heiner Kipphardts Schauspiel „Bruder Eichmann“, 1983 bei der Uraufführung im Münchner Residenztheater.dpa

Verlage ohne Leser, aber mit enormer Macht: Ute Nyssen erzählt aus eigener Erfahrung, wie Bühnenverleger die deutsche Theaterlandschaft prägten. Heutige Stücke findet sie dagegen langweilig.

Verlage ohne Drucker, ohne Leser? Ja, gibt es. Zum Beispiel Bühnenverlage. Statt auf die Büchertische suchen sie ihre Texte auf die Bühnen zu bringen. Mehr fast als am Lektorentisch spielte sich bei ihnen die Arbeit, als es noch neue Stücktexte bekannt zu machen gab, im Reisen zu den Chefdramaturgen der Theater ab. Nicht selten waren sie graue Eminenzen bei der Gestaltung der Saisonprogramme. Der Rückblick einer Bühnenverlegerin ist deshalb auch ein Stück deutscher Theatergeschichte.

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