Das Leben der Seevögel : Acht Millionen Kilometer in achtzig Jahren

Ein Blick in eine andere Welt: Meeresvögel stellen regelmäßig Rekorde auf, fühlen sich an den entlegensten Orten erst richtig wohl und geben der Forschung immer wieder zu denken. Adam Nicolson hat sich diese Tiere genauer angesehen.
Wer die Ornithologie als Hobby entdeckt, konzentriert sich meistens zuerst auf Singvögel. Die über den Rasen trippelnde Amsel ist uns genauso geläufig wie das neugierige Rotkehlchen. Nur wenige würden auf die Idee kommen, mit Limikolen oder Reihern einzusteigen. Oder mit Seevögeln. Zum einen sind sie nicht einfach zu bestimmen. Heranwachsende Silber-, Mittelmeer-, Mantel- und Heringsmöwen auseinanderzuhalten braucht Übung. Auch junge Spatel-, Schmarotzer- und Falkenraubmöwen sehen für jemanden, der nur einen flüchtigen Blick riskiert, mehr oder weniger gleich aus. Zum anderen sind diese Vögel weit weg von allem, was uns vertraut erscheint. Die hohen Breiten und subpolaren Meere sind ihre Komfortzone. „Je heimatferner wir uns fühlen mögen, desto heimischer sind sie.“ So formuliert es der englische Autor Adam Nicolson in seinem Buch „Der Ruf des Seevogels“.





