Roman zu Sergej Eisenstein : Ein Schweinehund von seltenen Graden

Der Meister der filmischen Montage wird selbst zum Gegenstand eines Kunstwerks: Gusel Jachinas Roman über das Genie Sergej Eisenstein ist ebenso entlarvend wie unterhaltsam.
Mitte der Achtzigerjahre landete die italienische Pop-Ikone Alice einen überraschenden Charts-Erfolg. Das von Franco Battiato geschriebene Lied „Prospettiva Nevski“ kreist um einen eiskalten Wintertag auf der berühmten Straße Sankt Petersburgs, erzählt von einer Zufallsbegegnung mit Igor Stravinsky und erinnert an einen „Film Eisensteins über die Revolution“. Warum, das ist nicht leicht zu verstehen, doch die beiläufige Erwähnung signalisiert, dass der Regisseur Sergej Eisenstein damals, knapp vierzig Jahre nach seinem Tod, als feste, nicht erklärungsbedürftige Bezugsgröße galt, als Fixstern nicht nur der Filmgeschichte.


