Kinderbuch „Lehmriese lebt!“ :
Hier geht es nicht ins, sondern ums Auge

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Verspielt und gegen den Strich: Anke Kuhls Zeichungen feiern das Ungeglättete.
Verspielt und gegen den Strich: Anke Kuhls Zeichungen feiern das Ungeglättete.Anke Kuhl/Reprodukt Verlag

Ihr neuer Comic zeigt es: Niemand zeichnet so kluge Kinderbücher wie Anke Kuhl. In „Lehmriese lebt!“ erwecken zwei Kinder einen Golem zum Leben und begeiten ihn auf allerlei Abenteuern.

Womit es beginnt? Mit den Augen, sagt Anke Kuhl und nimmt zum Beweis die oberste Mappe von einem Stapel, der aus Dutzenden von Mappen besteht und nur deswegen nicht längst unter seiner eigenen Last zur Seite gekippt ist, weil er von einem anderen Stapel aus Mappen gestützt wird, der seinerseits – aber das führt jetzt zu weit. Aus dieser Mappe jedenfalls zieht Anke Kuhl scheinbar wahllos ein Blatt Papier. Es ist das oberste, zeigt einen lehmfarbigen Golem links und, in seiner Blickrichtung, drei Augenpaare rechts, die aus je zwei Kreisen mit winzigen Pupillen-Punkten und Augenbrauen-Strichen bestehen. Was an ihnen nicht gestimmt hat? „Weiß ich jetzt auch nicht mehr“, sagt Anke Kuhl und muss beim Blick auf das zumindest in diesem Moment völlig identisch aussehende Strich-Punkt-Gewimmel selbst lachen. Hinterher lacht es sich ja immer leicht.

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