Neue Sheriff-Uniformen : Nicht ohne meinen Cowboyhut

Im amerikanischen Bundesstaat Wyoming hat ein neuer Sheriff die Cowboy-Aufmachung seiner Untergebenen untersagt – aus Sicherheitsgründen. Die Entscheidung sorgte für Ärger: Einer der Polizisten reichte sogar seine Kündigung ein.
Kaum im Amt, hat Sheriff Stephen Haskell aus Sublette County im vergangenen Monat das Tragen von Cowboyhüten und -stiefeln verboten. „Wir haben schon genügend Probleme, mit griffigen Sohlen durch Schnee und Eis zu stapfen, da kann ich es nicht zulassen, dass wir mit rutschigen Cowboystiefeln herumlaufen“, schrieb er auf der Facebook-Seite seiner Polizeibehörde.
Auch die schweren Cowboyhüte mit ihren ausladenden Krempen waren dem neuen Sheriff ein Dorn im Auge. „Mir wäre es lieber, meine Mitarbeiter würden sich um ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit der Öffentlichkeit kümmern, als zu versuchen, einem davonfliegenden Cowboyhut hinterherzujagen“, schrieb er weiter.
„Ich werde mich nicht ändern“
Nicht alle Mitarbeiter wollten das Verbot so einfach hinnehmen. Nach rund 40-jährigem Dienst ließ sich der Polizist Gene Bryson vergangene Woche in den Ruhestand versetzen. Die neuen Regeln seien der Grund für seine Entscheidung gewesen, sagte der 70-Jährige der Tageszeitung „Casper Star Tribune“: „Ich werde mich nicht ändern. Ich werde jetzt nicht losziehen, mir Kampfstiefel kaufen, meine Weste und meinen Hut wegwerfen und sagen: ’Das ist mein neues Ich’.“
Zu Sublette County zählt auch der Ort Pinedale - laut dem „True West Magazin“ zählt er zu den zehn authentischsten Western-Städten der Vereinigten Staaten.





