Trotz höchster Förderquote : Arme verschmähen die Riester-Rente

Kinderreiche Familien und Einkommensschwache werden in der Altersvorsorge besonders gefördert. Erstere nutzen es, aber nur wenig Arme haben eine Riester-Rente. Warum nur?
Auf den ersten Blick sehen die neuen Zahlen unspektakulär aus: 46,5 Prozent der Empfänger von staatlichen Riester-Zulagen erzielen ein Jahreseinkommen von weniger als 20.000 Euro. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte der Geförderten stammt aus der Gruppe der Geringverdiener (wenn man ganz willkürlich diese Einkommensgrenze zugrunde legt). Doch auf den zweiten und dritten Blick stimmt das Ergebnis doch nachdenklich: Offenbar werden bis heute diejenigen, für die mit hohen Förderquoten ein besonderer Anreiz zum Vorsorgesparen gesetzt werden soll, weiterhin nicht erreicht. Zunächst der zweite Blick: Vor allem in der Gruppe mit einem Einkommen unter 10.000 Euro ist der Anteil gefallen.
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