Little Red Dots : Schwarze Löcher, gut getarnt

Seit ihrer Entdeckung vor vier Jahren rätseln Astronomen über die Natur der „Little Red Dots“. Jüngste Aufnahmen des James-Webb-Teleskops lassen vermuten, dass es sich um leuchtenden Zentren kompakter Galaxien handelt.
Als das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) im Sommer 2022 seine ersten wissenschaftlichen Bilder zur Erde funkte, waren Astronomen vor allem von einer großen Zahl heller, roter und extrem weit entfernter Objekte fasziniert. Die Natur dieser „Little Red Dots“ – „kleine rote Punkte“, kurz LRDs – blieb lange rätselhaft. Sicher war nur, dass das Licht dieser kompakten Objekte mehr als zwölf Milliarden Jahre zu uns unterwegs ist. Einige LRDs stammen demnach aus einer Zeit, als das Universum erst wenige Hundert Millionen Jahre alt war. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass zumindest ein großer Teil der LRDs keine isolierten Himmelskörper sind, sondern mit Schwarzen Löchern und kompakten Galaxien in ihrer direkten Umgebung in Verbindung stehen.


