Verordnungen durch Ärzte :
Zu viel des Guten macht auch krank

Von
Hildegard Kaulen
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Es muss nicht immer Antibiotikum sein: Das vorschnelle Verschreiben von Medikamenten gehört zu den Negativempfehlungen der Ärzte.
Es muss nicht immer Antibiotikum sein: Das vorschnelle Verschreiben von Medikamenten gehört zu den Negativempfehlungen der Ärzte.AP

Angst vor Kunstfehlern, Patientenwünsche, Zusatzverdienste – die Internisten haben der Überversorgung den Kampf angesagt. „Klug entscheiden“ sollen die Ärzte. Wer will das kontrollieren?

Mit der Initiative „Klug entscheiden“ will die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin einen Prozess voranbringen, der eigentlich selbstverständlich ist. Es soll nur das verordnet werden, was tatsächlich notwendig ist und was erwiesenermaßen wirkt. Alles, was keinen Nutzen hat und nicht wirkt, soll unterlassen werden. Dafür gibt es jetzt 120 sogenannte „Klug entscheiden“-Empfehlungen, die nach und nach im „Deutschen Ärzteblatt“ veröffentlicht werden und von denen einige bereits beim diesjährigen Internistenkongress in Mannheim vorgestellt wurden.

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