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Notaufnahme : Wenige Menschen mit Patientenverfügung

  • -Aktualisiert am

Patientenverfügung: Viele Patienten haben keine, wenn sie in die Notaufnahme kommen. Bild: Rainer Wohlfahrt

Nur wenige Kranke haben eine Patientenverfügung dabei, wenn sie in die Notaufnahme kommen. Vor allem jüngere Patienten verzichten offenbar darauf, sich um ein solches Dokument frühzeitig zu kümmern.

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          Patientenverfügungen sind zwar weithin akzeptiert, aber nur wenige Kranke haben das Dokument auch tatsächlich dabei, wenn sie in die Notaufnahme einer Klinik kommen. Das hat eine Untersuchung von Hans-Joachim Trappe und seinen Kollegen vom Marienhospital in Herne ergeben. Die Ärzte haben zwei Monate lang jeden notfallmäßig behandelten Patienten nach einer Patientenverfügung gefragt. Zwei Drittel besaßen gar keine.

          Kaum Konsequenzen

          Von den 138 Patienten mit Patientenverfügung konnten nur sechzehn das Dokument auf Nachfrage auch tatsächlich vorlegen. Das zeige, dass sich aus der Möglichkeit einer Patientenverfügung bisher kaum Konsequenzen für die Versorgung in der Notaufnahme ergeben würden, weil kaum jemand eine Patientenverfügung dabei hätte, schrieben Trappe und seine Kollegen in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ (140:e231-e236). Vielleicht sei daran auch die Sorge schuld, dass mit dem Vorlegen einer Patientenverfügung notwendige Therapien zurückgehalten werden könnten, so die Ärzte weiter.

          Sie plädieren für eine bessere Aufklärung. Am häufigsten besaßen alte Patienten eine Patientenverfügung. Von den über 80-Jährigen hatten 51 Prozent ein solches Dokument ausgefüllt. Von den unter 50-Jährigen besaßen 4,3 Prozent eine Patientenverfügung, von den unter 30-Jährigen hatte niemand eine.

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