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Wissenschaft : Wer schützt die Forschungsdaten?

  • -Aktualisiert am

Die europäische Datenschutzreform von 2016 stellt Hochschulen und Wissenschaftler vor viele Aufgaben. Wer ist nun verantwortlich für den Forschungsdatenschutz? Bild: dpa

Wie steht es um den Datenschutz in der Wissenschaft? Warum Hochschulen die Verantwortlichkeit für die Forschungsdatenverarbeitung nicht einfach auf die Wissenschaftler abwälzen können.

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          Seit die europäische Datenschutzreform 2016 in Kraft getreten ist, stellt sich Hochschulen und Wissenschaftlern die Frage, wie sie mit ihren Daten umgehen sollen. Da zu Forschungs- und Verwaltungszwecken immer mehr Daten erhoben werden, besteht hier dringender Handlungsbedarf, denn die Verantwortung ist bisher nicht klar verteilt.

          DSGVO privilegiert Forschungsdaten

          Zunächst: Datenverarbeitung zu wissenschaftlichen Zwecken wird von der Datenschutz-Grundverordnung grundsätzlich privilegiert. Detailregelungen der Datenverarbeitung der Hochschulen, die in aller Regel Landeseinrichtungen sind, fallen in die Zuständigkeit der Bundesländer. In Nordrhein-Westfalen ermöglicht das Landesrecht etwa die Verarbeitung personenbezogener Daten zu Wissenschaftszwecken ohne Einwilligung der betroffenen Person. An deren Stelle tritt eine „Erforderlichkeitsprüfung“ kombiniert mit einer Interessenabwägung. Das bedeutet im Grundsatz: Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen eines Forschungsvorhabens erforderlich, um den Forschungszweck zu erfüllen, muss nach der Zustimmung des Betroffenen nicht gefragt werden.

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