Roms Politiker vermeiden die Diskussion über ihre Verantwortung für die Wachstumskräfte. Stattdessen stellen sie Bedingungen an Europa – ohne sich selbstkritisch zu hinterfragen.
Die Misere der italienischen Großbank Monte dei Paschi hat viele Gründe: Politische Seilschaften regierten lange, die Kreditvergabe an Freunde brachte viele Ausfälle. Jetzt herrscht Katerstimmung in der Stadt.
Italiens Regierung hat gute Chancen, mit ihrer Hilfsaktion für die kriselnden Banken in Brüssel durchzukommen. Dafür sorgt eine neue Richtlinie. Und trotzdem kommen neue Probleme auf die Regierung in Rom zu.
Italiens Regierungschef Renzi hat sein politisches Schicksal an den Ausgang des Verfassungsreferendums in einem Monat geknüpft. Warum das die Sorgen um Italiens Wirtschaft vergrößert und manche auf einmal vom „Italexit“ reden.
Die maroden Institute italienischer Banken wackeln erneut. Abermals wird nach dem Staat gerufen – obwohl das eigentlich schon längst passé sein sollte.
Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi präsentiert sich als Retter Europas. Aber seine Ideen taugen nichts. Manchmal scheint ihm keine These absurd genug, wenn sie nur den Gedanken eines benachteiligten Italiens stützt.
Italien steckt seit zwei Jahren in einer Rezession. Geld drucken oder höhere Staatsausgaben werden dort nicht hinaus helfen. Vielmehr muss die Regierung etwas dafür tun, dass die erfolgreichen Unternehmen endlich wieder zuhause investieren und Jobs schaffen.
Mit vielen kostspieligen Ankündigungen hat Italiens neuer Ministerpräsident Letta erst einmal seine heterogene große Koalition ruhiggestellt. Doch wie die teuren Versprechen bezahlt werden sollen, ist noch nicht klar.
Vor dem EU-Gipfel in Brüssel fordert Italiens Ministerpräsident Letta mehr Finanzhilfe für Krisenstaaten. Der Gipfel sei „eine Gelegenheit, um über ein anderes Europa zu diskutieren“, sagte Letta vor dem italienischen Parlament.
Tausende Italiener wollen heute gegen die Sparpolitik der Regierung protestieren. Die Sorge vor Ausschreitungen ist groß: 3000 Polizisten sollen die Demonstranten in Schach halten.
Die Regierungskrise in Italien nährt Zweifel, ob es dem Land gelingen wird, rechtzeitig einen neuen Haushaltsentwurf auf den Weg zu bringen. Am Anleihemarkt gerät Italien bereits unter Druck.
Italien will in diesem Jahr wieder die europäischen Defizitgrenzen einhalten. Das klappt nicht, rechnet der Internationale Währungsfonds vor. Und verlangt zum Beispiel einen flexibleren Arbeitsmarkt.
Berlusconis wichtigstes Wahlversprechen wird Wirklichkeit: die italienische Regierung schafft die Immobiliensteuer ab. Den Staat kostet das etwa vier Milliarden.
Die Aussichten für die Konjunktur seien schwach: Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat daher die Kreditbewertung Italiens gesenkt. Die Agentur setzte zudem den Ausblick auf „negativ“.
Wenig neue Schulden machen und zugleich die Steuern senken: Das geht nur, wenn der Staat seine Ausgaben zusammenstreicht. Italien will offenbar genau das tun - und rechnet mit Unruhen.
Um seine Schuldenlast zu senken, hat Italien einige Zahlungen mit Finanzgeschäften in die Zukunft geschoben. Das könnte jetzt weitere acht Milliarden Euro kosten.
Die italienische Regierung unter Enrico Letta will die Wirtschaft des Landes mit einem Milliardenprogramm ankurbeln. Drei Milliarden Euro sollen unter anderem in das Bahnnetz gesteckt werden.
Die Rente für tote Angehörige beziehen: was in Griechenland geschah, ist jetzt auch in Italien aufgefallen. Andere Italiener sparen sich den Sommerurlaub.
Die seit einem Monat amtierende italienische Regierung hat bisher nur wenige Initiativen für Wirtschaftsreformen vorzuweisen. Die Debatte beschränkt sich vor allem auf eine Wunschliste für öffentliche Ausgaben.
Die Wirtschaftskrise verringert den Wohlstand der Italiener: Jeder Fünfte kann seine Wohnung nicht ausreichend heizen. Die Regierung will nun gezielt die hohe Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen.
Mit vielen kostspieligen Ankündigungen hat Italiens neuer Ministerpräsident Letta erst einmal seine heterogene große Koalition ruhiggestellt. Doch wie die teuren Versprechen bezahlt werden sollen, ist noch nicht klar.
Nach dem kurzen Anlauf zu Reformen ist es wieder wie immer in Italien: Es regieren Stillstand und Blockade. Das Land könnte bald ein neuer Krisenherd Europas werden. Ein Kommentar.
Italiens öffentliche Institutionen schulden Lieferanten rund 90 Milliarden Euro. Ein großer Teil davon soll nun bald zurückgezahlt werden, hat die scheidende Regierung Monti beschlossen.
Italien schuldet seinen Lieferanten mehr als 90 Milliarden Euro - in den Staatsschulden ist dieser Betrag bisher nicht enthalten. Der scheidende Regierungschef Monti will nun einen Großteil davon außerordentlich begleichen.
Italiens geschäftsführende Regierung will die Lieferantenschulden des Landes von 70 Milliarden Euro entscheidend verringern. Die Rückstände sollen außerhalb des Haushalts beglichen werden.
Italiens Wirtschaft gehe es viel besser als der von Zypern, sagt der Chef der Börsenaufsicht. Aber gerade die Italiener haben 1992 erlebt, dass der Staat einen Teil ihrer Einlagen kassierte.
Der Komiker Beppe Grillo ist der Überraschungssieger der italienischen Parlamentswahl. In einem bemerkenswerten Interview verrät er, was er vorhat: das korrupte politische System umbauen, mehr tun für Arbeitslose. Deutschland ist Vorbild für ihn.
Die Märkte hatten sich nach Italiens Wahl-Chaos eigentlich beruhigt. Doch jetzt stuft die Ratingagentur „Fitch“ die Bonität des Landes noch einmal herab.
Pierluigi Bersani will nach seinem knappen Wahlsieg jetzt die Protestpartei des Komikers Beppe Grillo umwerben. Die jüngsten Äußerungen lassen sich als Wende nach links interpretieren.
Hilft die EZB Italien, solange das Land keine Regierung hat? Chefvolkswirt Peter Praet ist solchen Spekulationen entgegengetreten. Die EZB kaufe nur dann Anleihen, wenn es ein Sparprogramm gebe.
Das Land ist tief zerrissen und kann sich aus eigener Kraft nicht retten. Dennoch lehnt Anton Börner es ab, Italien mehr Geld zu geben. Der Präsident des Wirtschaftsverbands BGA plädiert für Reformen.
Ganz Europa zeigt sich besorgt über das Wahlergebnis in Italien. Bundesaußenminister Guido Westerwelle fordert die rasche Bildung einer „stabilen und handlungsfähigen Regierung“. Die Börsen in Europa gehen unterdessen auf Talfahrt.