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Ärger um Transparenzregister : Sportvereine unter Verdacht

Das neue Transparenzregister könnte für viel Arbeit in den Sportvereinen sorgen. Bild: Picture-Alliance

Vereine sollen sich registrieren, gegen Gebühr und unter Strafandrohung – für den Kampf gegen Geldwäsche. Auf ehrenamtlich Engagierte kommt noch mehr Bürokratie zu. Muss das sein? Und: Wem nützt das?

          4 Min.

          Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung hat Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz einige Millionen Verdächtige ausgemacht: die Vorstände von rund 600.000 gemeinnützigen Vereinen, unter ihnen 90.000 Sportvereine. Der Entwurf des Gesetzes, mit dem er ihnen das Handwerk legen will, geht an diesem Mittwoch im Deutschen Bundestag in die erste Lesung. Die rund 30 Millionen ehrenamtlich Engagierten in Vereinen und Verbänden sind auf der Palme.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Nicht der unsinnige Verdacht empört sie, sondern die sinnlose Bürokratie – die ihnen ausgerechnet in einer Krise aufgebürdet wird, in der das Coronavirus Gemeinsamkeit und Gesellschaft, von Training und Spielbetrieb zu schweigen, seit gut einem Jahr verhindert.

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