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Corona und die Bundesliga : Die Eintracht zeigt auch in der Krise Stärke

Timothy Chandler und die Frankfurter trainieren derzeit anders als in normalen Zeiten. Bild: Reuters

Der Deal mit der Deutschen Bank ist für Frankfurt ein Coup – gerade in diesen schweren Zeiten der Corona-Krise. Der neue Vertrag ist aber nicht mal das einzige hoffnungsvolle Signal in angespannter Lage.

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          Der Termin war geschickt gewählt. Dabei war es alles andere als ein Aprilscherz, als just am Ersten des Monats die zunächst auf sieben Jahre angelegte strategische Partnerschaft mit der Deutschen Bank offiziell bestätigt wurde. Schon Wochen zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über den bevorstehenden Coup der Eintracht mit dem Geldhaus berichtet. Bei der Frankfurter Eintracht ist man stolz, einen Partner wie die Deutsche Bank an seiner Seite zu wissen. Wolfgang Steubing, der Aufsichtsratsvorsitzende der erstklassigen Fußball-AG, hofft auf eine Signalwirkung. „Dass sich nun ein Unternehmen wie die Deutsche Bank zur Eintracht bekennt, kann den Verein für andere zusätzlich interessant machen“, sagte Steubing im Interview.

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          Kleine und große Partner, alle angetrieben und beseelt von der Hoffnung, Seite an Seite mit der Eintracht Großes zu erreichen. Den Eintracht-Verantwortlichen um die drei Vorstände Fredi Bobic, Axel Hellmann und Oliver Frankenbach sowie dem Trainerteam mit Chefcoach Adi Hütter an der Spitze ist sehr wohl bewusst, dass auch und vor allem die sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre mit dem DFB-Pokalsieg und dem Einzug in das Halbfinale der Europa League mitgeholfen haben, das Dax-Unternehmen für eine langjährige Partnerschaft zu gewinnen und von den Zielen des Vereins, der stramm Kurs auf die Marke von 100.000 Mitgliedern hält, zu überzeugen.

          Doch der Deutsche-Bank-Deal ist nicht das einzige hoffnungsvolle Signal in angespannten Corona-Zeiten, in denen niemand wirklich weiß, wann der Ball in der Bundesliga wieder rollt und ob dann auch die Fernsehgelder in gewohntem Maße wieder fließen, die die Klubs aus dem Profilager so dringend benötigen. Bei der Eintracht hat Vorstand Hellmann schon einen möglichen Verlust von 25 Prozent vorgerechnet. Kompensiert werden soll er zum Teil durch freiwillige Gehaltsreduzierungen der Profis und durch Kurzarbeit.

          In diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten kann sich die Eintracht glücklich schätzen, viele verlässliche Partner, Freunde und Sponsoren an ihrer Seite zu wissen. So besteht große Zuversicht darüber, dass der Hospitality-Bereich in der Frankfurter Arena abermals vollständig ausgelastet wird. Bei noch nicht einmal vier Prozent lag bis zum Stichtag 31.März die Kündigungsquote, wie der Verein wissen ließ. In Zahlen bedeutet dies, dass auch zukünftig zahlungskräftige Kunden auf den 3266 Business-Seats und Logenplätzen Platz nehmen werden. Die Kündigungsquote in den bis zu 20 Personen Platz bietenden Logen lag bei drei Prozent. „Das sind jeweils die niedrigsten Kündigungsquoten in der Geschichte des Klubs“, hieß es in einer Mitteilung.

          Bei der nun ausstehenden Vergabe der wenigen zur Verfügung stehenden Business- und Logenplätze geht die Eintracht auch in der kommenden Saison von einer kompletten Auslastung des Hospitality-Bereichs aus. „In diesen Zeiten sind Verlässlichkeit und Verbindlichkeit wertvolle Merkmale einer intakten Partnerschaft“, sagte Hellmann. „Der Rückhalt und das Vertrauen unserer Hospitality-Kunden gibt uns allen Rückenwind in bewegten Zeiten. Wir möchten uns bei den Partnern für ihr Vertrauen und ihre Loyalität ausdrücklich bedanken. Es zeigt den starken Zusammenhalt der Eintracht-Familie.“

          Trainer Hütter, maßgeblich mitverantwortlich für den sportlichen Bereich der Eintracht, ist froh, dass er seit Donnerstag schon wieder dosiert mit seiner Mannschaft arbeiten darf. Die zweiwöchige Quarantäne, in die sich der komplette Lizenzspielerkader wegen der vier bekanntgemachten Covid-19-Fälle begeben musste, ist beendet. Training wie früher ist wegen der bestehenden Abstands- und Verhaltensregeln zwar noch nicht möglich. Doch allein schon das Gefühl, die Wohnung verlassen zu dürfen, um rund um die Arena wieder die Arbeit aufzunehmen, erfüllt Hütter mit Dankbarkeit. „Es ist einfach eine Freude, auf dem Platz zu stehen, den frischen Rasen zu riechen und gegen den Ball zu treten.“

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