Vom Regime verfolgt : Warum die WM für Fans aus Iran so gefährlich ist

Die Frauenbewegung Open Stadiums hat versucht, der FIFA zu erklären, was iranischen Fußballfans in Qatar drohen könnte. Sie bekamen keine Antwort. Wieder einmal. Ein Gastbeitrag.
Im Juni 2019 gab es ein Länderspiel in Teheran, im Azadi-Stadion. Azadi heißt Freiheit auf Farsi, aber das dürfte bekannt sein, seit unser Volk zan, zendegi, azadi – Frau, Leben, Freiheit – ruft und dafür verprügelt, verhaftet, getötet wird. Damals, im Sommer 2019, mussten Iranerinnen mal wieder draußen bleiben vor dem Freiheitsstadion, während Syrerinnen im Azadi zuschauen durften. Ein paar Iranerinnen protestierten vor dem Stadion. Zwei wurden verprügelt, verhaftet und in einen Van der Sittenwächter gestoßen. Sie verbrachten, weil sie Fußball schauen wollten, Stunden im Gewahrsam der Sittenpolizei, im Van und auf der Polizeistation von Vozara. Jene Station, die Mahsa Jina Amini vor acht Wochen nicht lebend verließ.
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