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Airport Hahn : Insolventer Provinz-Flughafen sucht Mitarbeiter

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Frachtmaschinen stehen auf dem Vorfeld des ehemaligen amerikanischen Militärflughafens Hahn im Hunsrück. Bild: dpa

Der Provinz-Flughafen Hahn verzeichnet wieder mehr Passagiere und Luftfracht. Auch im Mai läuft der Betrieb weiter. Der Betreiber braucht laut Insolvenzverwalter sogar frische Kräfte.

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          Der insolvente Airport Hahn sieht sich im Aufwind und sucht Mitarbeiter. „Der Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt-Hahn entwickelt sich sowohl in der Passage als auch in der Luftfracht positiv“, teilte Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner auf Anfrage mit. „Insbesondere den regen Osterreiseverkehr nehmen wir so wahr, dass die Menschen gern wieder verreisen.“ Die Corona-Pandemie hatte dies lange stark eingeschränkt.

          „Wir werden den Flugbetrieb daher auch im Mai fortführen und suchen mehrere Mitarbeiter für die Bodenverkehrsdienste. Die Arbeitsverhältnisse sind unbefristet“, sagte der Jurist. Auch die rund 430 bisherigen Beschäftigten des rheinland-pfälzischen Flughafens mit hessischer Minderheitsbeteiligung werden nach Angaben von Plathners Sprecher weiter bezahlt.

          Sechs Gläubigerversammlungen am Hahn

          Zu Namen und Konzepten von Kaufinteressenten für den Flughafen Hahn äußerte sich der Insolvenzverwalter nach wie vor nicht. Der Betriebsrat hofft, dass der Airport als Flughafen und nicht nur als ein größerer Gewerbepark erhalten bleibt. Plathner sagte lediglich: „Parallel läuft der Transaktionsprozess weiter.“

          An diesem Mittwoch sind am Insolvenzgericht in Bad Kreuznach nacheinander sechs Gläubigerversammlungen terminiert. Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH macht den Auftakt, danach folgen fünf mit ihr verbundene Gesellschaften. Dabei informiert Plathner die Gläubiger über Details des Insolvenzverfahrens.

          Der Airport im Hunsrück, der aus Marketinggründen Flughafen Frankfurt-Hahn heißt, hatte im Oktober 2021 Insolvenz angemeldet. Der inzwischen ebenfalls angeschlagene chinesische Konzern HNA hatte 2017 für rund 15 Millionen Euro 82,5 Prozent des Flughafens vom Land Rheinland-Pfalz erworben. Hessen hält noch 17,5 Prozent.

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