Pflanzenschutz im Weinbau : Ohne Spritzmittel geht es nicht

Es ist richtig, über vernünftige Strategien zu einer steten Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln zu sprechen. Aber ganz ohne Spritzmittel gibt es keinen Weinbau. Das sollte auch die EU bedenken, wenn sie neue Regularien beschließt.
Wer mehrjährige Kulturpflanzen wie Rebstöcke pflegt, der kann auf Pflanzenschutzmittel nicht verzichten, sofern er etwas ernten möchte. Auch die anerkannten Ökowinzer, die im Rheingau immer mehr Rebfläche bewirtschaften, müssen Pflanzenkrankheiten wie Mehltau und Schädlinge wie den Traubenwickler abwehren. Dafür nutzen sie teils die gleichen Instrumente wie ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen, teils andere Mittel. Die Hände in den Schoß zu legen ist aber in keinem Fall eine Option. Tatsächlich müssen Ökowinzer sogar in den meisten Weinjahren öfter zum Spritzen durch die Weinbergszeilen fahren, was nicht im Sinne der Nachhaltigkeit und eines möglichst geringen CO2-Abdrucks ist.
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