Verwaltungsgericht Mainz :
Burschen unter Beobachtung

Markus Schug
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Die Burschenschaft Germania Halle steht im Verdacht, einen „völkischen Nationalismus“ zu vertreten, und darf laut Verwaltungsgericht beobachtet werden.
Die Burschenschaft Germania Halle steht im Verdacht, einen „völkischen Nationalismus“ zu vertreten, und darf laut Verwaltungsgericht beobachtet werden.dpa

Auch wenn es dem Altherrenverband nicht gefällt: Die mit ihm eng verbundene Burschenschaft Germania Halle gilt laut Gericht zu Recht als Verdachtsfall.

Der Vergleich mit einem Tischtennisverein hinkt. Denn anders als bei der Burschenschaft Germania Halle, die seit Jahren in der Mainzer Oberstadt beheimatet ist, werden bei den regelmäßigen Zusammenkünften von  Sportlern keine politischen Reden gehalten. Im Haus an der Stahlbergstraße, das schon des Öfteren Ziel von Gegendemonstranten und – was keineswegs in Ordnung ist – auch von Schmierereien war, sind in der Vergangenheit immer wieder Gäste eingeladen worden, die laut Verfassungsschutzbericht der „Neuen Rechten“ respektive der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind. Dass die rheinland-pfälzischen Ermittler die „Studentenverbindung für Patrioten“, so deren Eigenwerbung im Netz, deshalb unter besondere Beobachtung nehmen, ist nicht zu beanstanden. Das hat jetzt auch das Verwaltungsgericht Mainz so entschieden.

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