Zwangsstörungen :
„Als würde man bei vollem Verstand verrückt werden“

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„Ich war gefangen in der Endlosschleife“: Jessica Teitz hat gelernt, mit ihrer Zwangsstörung zu leben. Sie möchte, dass andere Leidende von ihren Erfahrungen profitieren.
„Ich war gefangen in der Endlosschleife“: Jessica Teitz hat gelernt, mit ihrer Zwangsstörung zu leben. Sie möchte, dass andere Leidende von ihren Erfahrungen profitieren.Frank Röth

Jessica Teitz lebt schon seit ihrer Kindheit mit Zwangsstörungen. Heute spricht sie offen darüber, wie quälende Gedanken den Alltag bestimmen – und wie ein erfülltes Leben trotz Zweifeln gelingen kann.

Alles begann im Kinderzimmer. Jessica Teitz blickte auf die Gardinen am Fenster. Sie lagen schwer über der Heizung – ein vertrauter Anblick, den sie nie hinterfragt hatte. Doch eines Tages schob sich ein Gedanke in ihren Kopf, fremd und beharrlich wie ein ungebetener Gast: Was, wenn die Gardinen durch die Heizung Feuer fangen? Der Gedanke an eine brennende Heizung traf sie wie ein Blitz – heiß und kalt zugleich. Die Angst kam schlagartig.

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