Umgang mit Corona :
Erlaubt, aber egoistisch

Marie Lisa Kehler
Ein Kommentar von
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„Letzte Runde“: Nachtschwärmer müssen sich neu orientieren.
„Letzte Runde“: Nachtschwärmer müssen sich neu orientieren.Lucas Bäuml

Die Sperrstunden sind kein Allheilmittel. Nicht nur, weil junge Menschen sie zu umgehen wissen. Die Corona-Maßnahmen müssen die Vernunft der Menschen erreichen.

Nein, Jungs, so geht es nicht. Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch richtig. Kneipenabend am Samstag. Die Bar ist voll, die Musik laut. Hier wird Bier nur in Flaschen serviert. Um 22.57 Uhr schaltet der Wirt die Musik ab und das Licht an. „Sperrstunde, alle raus“, ruft der Wirt. Drei Minuten reichen den jungen Männern am Nebentisch, um den letzten Schluck Bier zu kippen, reichen sogar noch, um eine letzte Runde Tequila zu ordern. Dann verlassen sie die Bar, beschließen aber, weiterzufeiern. Und zwar in Wiesbaden. „Ist da Corona?“, fragt einer. „Nein“, sagt ein anderer.

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