Wasserentnahme : Sorge um die Rhön-Quellschnecke

Folgen für Fauna und Flora: Naturschützer warnen vor verstärkter Grundwasserförderung am Vogelsberg
Main-Kinzig-Kreis ⋅ Sie tragen bedeutungsvoll klingende Namen wie Bythinella compressa, Crenobia alpina oder Crunoecia irrorata, sind winzig klein und vor allem nur noch selten in der Natur anzutreffen. Jetzt könnten die Rhön-Quellschnecke, der Alpenstrudelwurm und die Quellköcherfliege, so die gängigen Bezeichnungen für die Tierchen, eine Rolle spielen für die umstrittene Wasserentnahme aus dem Vogelsberg. Die angestrebte Neuvergabe der Rechte zur Förderung von Wasser in Birstein und Brachttal am Rande des Vogelsbergs an den Wasserverband Kinzig erhitzt weiterhin die Gemüter dort. Beantragt sind eine Erhöhung der Fördermengen sowie eine Verlängerung der Genehmigung auf 30 Jahre, um damit unter anderem den Wasserbedarf der nahe gelegenen Großstadt Frankfurt zu einem erheblichen Teil zu decken (F.A.Z. vom 7. Januar).
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