Pendeln mit der Deutschen Bahn : Es fährt kein Zug nach Nirgendwo

Unser Autor hat versucht, mit der Deutschen Bahn zu pendeln. Das ging zu Lasten seines Nervenkostüms, von Pünktlichkeit ganz zu schweigen. Sein Fazit ist eindeutig.
Eine Politikerin sagte neulich, sie sei enttäuscht darüber, dass so wenige Pendler vom Auto auf die Bahn umstiegen. Wer so redet, kann lange nicht mehr Zug gefahren sein. Angesichts von Verspätungen und Zugausfällen schwanken selbst passionierte Bahnfahrer mittlerweile zwischen Wut und Resignation, und das nicht erst seit Einführung des 9-Euro-Tickets und nicht nur über Pfingsten. Die Erfahrungen eines Bahnreisenden, der in zwei Juniwochen außerhalb der Feiertage viermal zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und der Bergstraße pendelte, sind nicht repräsentativ und doch typisch, zumal ihm auch noch zwei Fahrten nach Köln im März und April mit Verspätungen von bis zu zwei Stunden in unguter Erinnerung sind.


