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Ministerium : Keine neuen Regeln für verspätete Starts

Müde Gesichter: Noch immer demonstrieren montags viele Menschen gegen Nachtflüge. Bild: dapd

Auch künftig wird von Fall zu Fall entschieden, ob am Frankfurter Flughafen nach 23 Uhr ausnahmsweise eine Maschine starten darf.

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          Auch künftig wird von Fall zu Fall entschieden, ob am Frankfurter Flughafen nach 23 Uhr ausnahmsweise eine Maschine starten darf. Das hat der Staatssekretär im hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Steffen Saebisch (FDP), klargestellt. Nicht angetastet werde die Regelung im Planfeststellungsbeschluss zum Nachtflugverbot, nach der eine solche Genehmigung nur von einem Mitarbeiter des Ministeriums erteilt werden dürfe, wenn die Verspätung nicht von den Fluggesellschafen zu verantworten sei. Saebisch lobte die Lufthansa dafür, dass sie auf Interkontinentalflüge nach 22.15Uhr verzichten und einen größeren Zeitpuffer schaffen wolle. Alles, was helfe, Verspätungen zu vermeiden, trage zur Lösung des Konflikts bei.

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Anwohner beklagen, die Zahl der Ausnahmen sei zu hoch. Die Luftverkehrsbranche sieht hingegen den Ruf des Standorts Frankfurt in Gefahr, wenn weiterhin hunderte Passagiere wieder aussteigen und die Nacht in Hotels oder am Flughafen verbringen müssen, nur weil ihre Maschine einige Minuten zu spät zum Abheben bereit stand.

          Kein Handlungsbedarf

          Das Ministerium führt Gespräche mit dem Flughafenbetreiber, den Fluggesellschaften und der Flugsicherung. Ziel sei, die Abläufe so zu organisieren, dass Verzögerungen morgens und abends vermieden würden. Dem Wunsch der Fluggesellschaften, genauere Kriterien oder sogar einen Katalog von Konstellationen zu schaffen, nach denen Ausnahmen vom Nachtflugverbot erlaubt seien, lehnt das Ministerium ab. Das würde den Grundsatz, dass keine Flüge nach 23Uhr zulässig seien, in Frage stellen und eine Diskussion darüber eröffnen, ob diese Kriterien vorlägen.

          Für die Nachtrandstunden, die Zeit zwischen 5 und 6 sowie zwischen 22 und 23Uhr, sieht Saebisch ebenfalls keinen Handlungsbedarf. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sei in dieser Hinsicht eindeutig. Das Gericht habe anerkannt, mit einer Beschränkung des durchschnittlichen Kontingents für diese beiden Stunden auf 133 könne man den gewünschten Effekt erreichen. Die Leipziger Richter fordern, frühmorgens und spätabends müsse der Flugbetrieb „an- und abschwellen“, damit für die Anwohner nicht die Nacht zum Tag gemacht werde. Striktere Auflagen, um eine mögliche Ballung von Flügen in dieser Zeit zu verhindern, sind dem Staatssekretär zufolge nicht angezeigt. Man werde dafür sorgen, dass es in den Nachtrandstunden kein Wachstum des Verkehrs über das im Planfeststellungsbeschluss zugelassenen Maß hinaus geben werde.

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