Zentrum Junger Tanz : „Für mich geht an Tanz immer noch mehr“

Das Zentrum Junger Tanz am Mousonturm in Frankfurt ist neu. Seine Arbeit aber gibt es schon länger. Das Konzept erläutert seine künstlerische Leiterin Juliane Raschel im Gespräch.
Erst die Kunst: drei gelenkige grüne Figuren, Haare als Gesichter, pelzige Puschel an den Armen. Oder sind das Beine? Mal rücken zwei Rücken aneinander, krabbeln vier Arme in der Luft herum. Mal winken sechs Armfinger aus einem lockeren Klumpen. So treiben die Grünlinge gemächlich ihr Unwesen oder eher ein Wesen, denn sie sind nicht gemein. Das Trio zerfällt immer mal in Einzelne, die hungrig oder zufrieden ihr Ding machen, erkunden, was an Bewegen und Berühren so geht; oder ein Element legt sich hin wie zum Schlafen, abseits. Erst später werden die drei schneller, werfen Beine hoch und vereinigen sich anders als früher, indem sie in gemeinsamem Rhythmus tanzen. Eines der zuschauenden Kinder nickt im Takt mit dem Kopf, und seine Finger krabbeln. Nicht alle reagieren so auf das Stück „Prisma“ für junge Kinder.


