„The Minutes“ von Tracy Letts : Es war einmal der amerikanische Traum

Die indigenen Völker, ihr Schicksal und die Verwerfungen in der amerikanischen Gesellschaft: Darum geht es in Tracy Letts jüngstem Stück „The Minutes“, das am Staatstheater Wiesbaden zu sehen ist.
Amerika ist auf einer Lüge gebaut. Das große weite Land, das den in Ständegesellschaften eingeengten Europäern Freiheit und Wohlstand verhieß, war nur in der Phantasie der weißen Eroberer und Siedler eine leere Fläche. Die indigenen Völker, die dort lebten, wurden vertrieben und ermordet, die Überlebenden in Reservate gezwängt. Für sie war der american dream ein Albtraum, ihre Leidensgeschichte ist neben derjenigen der versklavten Afrikaner ein fortwährendes Dementi des amerikanischen Glücksversprechens.
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