„Das achte Leben“ in Mainz : Die Welt ist schlecht, das Glück ist klein

Fünf Stunden Theatermarathon: „Das achte Leben (Für Brilka)“ von Nino Haratischwili hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck am Staatstheater Mainz.
Somerset Maugham und Daniel Pennac, um nur zwei Gewährsleute zu nennen, haben es als Recht des Romanlesers bezeichnet, hin und wieder mal ein paar Seiten zu überspringen, schließlich lese man zum Vergnügen und dürfe frei mit dem Text umgehen. Längst sind viele daran gewöhnt, beim Filmstreaming den Schnellvorlauf zu benutzen. Im Theater geht das leider nicht – oder glücklicherweise. In Alexander Nerlichs Bühnenfassung von Nino Haratischwilis Romanepos „Das achte Leben (Für Brilka)“ dagegen hat man bisweilen das Gefühl, als liefe die große Weltgeschichte im Zeitraffer über die Bühne des Kleinen Hauses.


