Kunsthalle Portikus :
Wo die Möwe die Nilgans ruft

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Am besten im Liegen zu betrachten ist die Filminstallation „When the Water Turns to Wind“ von Saodat Ismailova im Portikus Frankfurt.
Am besten im Liegen zu betrachten ist die Filminstallation „When the Water Turns to Wind“ von Saodat Ismailova im Portikus Frankfurt.Günzel/Rademacher

Perfekt in den Ort eingepasst: Die Künstlerin Saodat Ismailova lädt das Publikum im Frankfurter Portikus auf eine Reise an den Aralsee ein. Das ist bezaubernd und schrecklich zugleich.

Wer spricht hier eigentlich mit uns? Wer erinnert sich da an das Meer? Oder vielmehr an das Inselmeer? Ein Mensch ist es nicht. Vielleicht diese Möwe, der Stör, womöglich sogar das Schilf und die Erde? Alles spricht in „When the Water Turns to Wind“ zu jenen, die zuhören und zusehen. Sehr verschiedene Stimmen, aber keine, die Menschen gehören. Und sogar die Kreaturen in der Kunsthalle sprechen mit jenen außerhalb, mit den Nilgänsen, Schwänen und Blässhühnern. Der Aralsee, einst das Meer der Inseln, spricht mit der kleinen Maininsel, auf der der Frankfurter Portikus steht. Es sind merkwürdige Überlagerungen, die sich ergeben, wenn die rufenden Vögel hoch oben an der Decke der Kunsthalle in einen Dialog zu treten scheinen mit jenen, die draußen am Main lautstark miteinander um einen Partner oder Privatsphäre rangeln.

FAZ

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