Kunstausstellung „Angesicht des Todes“ : Aufbruch in das Land der Seele

Was kommt danach und wie wird gestorben? In fünf Räumen erkundet das Jüdische Museum Frankfurt „Im Angesicht des Todes“ jüdische Sterberiten.
Wer dem Tod ins Auge sieht, erblickt ein Skelett mit Schwert, von dessen Spitze Gifttropfen perlen. So ist der Tod in der Frankfurter Pessach-Haggadah abgebildet, die den Besucher im ersten Raum der neuen Ausstellung im Jüdischen Museum mit dem „Angesicht des Todes“ konfrontiert. Man betrete eine „Twilight Zone“, sagt Museumsdirektorin Mirjam Wenzel, zwischen Lehmwänden: Licht von oben, das die spirituelle Dimension einfängt und einen Blick ins weiße Nichts zulässt, Lehm von allen Seiten, der die Besucher in ein Labyrinth jenes Stoffes aufnimmt, aus dem Menschen gemacht sind. Auf 600 Quadratmetern hat das Offenbacher Künstlerkollektiv YRD.works eine Architektur für fünf Räume des Todes aus jüdischer Perspektive geschaffen.
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